Wie wird Honig gewonnen?

Bienen machen Honig, dass ist allseits bekannt. Auch, dass Honig aus Nektar gewonnen wird – Der komplette Weg von der Blumenwiese bis in den Handel ist für viele Menschen jedoch unvorstellbar. Für ein einziges 500 Gramm Glas Honig muss eine Biene, beziehungsweise ein Bienenvolk, etwa 120.000 Kilometer fliegen. Diese Distanz entspricht in etwa 3 Weltumrundungen und ist somit eine gewaltige und kaum vorstellbare Länge.

Die 6 Phasen bei der Honigproduktion

  1. Nektarsuche
  2. Als fleißiges Insekt fliegt eine Biene am Tag bis zu 100 Blüten an, damit wir am Ende das flüssige Gold genießen können. Durch ihren Rüssel erreichen sie den Nektar, während andere sich auf Pollen spezialisiert haben. Um diesen aufzunehmen besitzen sie ein kleines, spezielles Körbchen an ihren Hinterbeinen.
  3. Aber nicht jede Honigbiene sammelt auch Honig. Entgegen dem, was ihr Name vermuten lässt, sind auch bestimmte Arbeiten im Bienenstock von ihnen zu übernehmen. Unter anderem gehört zu den wichtigen Aufgaben auch das Holen von Wasser.
  4. Sammelbienen in Aktion
  5. Bevor der Honig geerntet werden kann, muss der Nektar zuerst von der sogenannten Sammelbiene an den Bienenstock übergeben werden. In dem oberen Bereich eines Bienenstocks (zweiteilig) bildet sich am Ende der Honig, welchen man durch leichtes Kratzen freisetzen kann. Dieser Bereich wird deshalb auch Vorratskammer genannt. Erst nachdem der Nektar in der Honigblase umgewandelt wurde, wird er dort zu dem Honig, den wir kennen. Blütenpollen werden bei diesem Vorgang jedoch nicht verarbeitet, da diese für die Nachkommen gebraucht werden. Bis zu 2.000 Eier kann eine Bienenkönigin am Tag legen und sorgt somit langfristig für eine stabile Bienenbevölkerung.
  6. Bienen besänftigen
  7. Um einen Bienenstock zu öffnen, sollte man einen sogenannten „Smoker“  benutzen. Dieser besänftigt auf ungefährliche Art und Weise die Bienen, da sie keinen Rauch mögen. Sobald sie sich zurückgezogen haben, kann man sich ans Werk machen und den Honig einsammeln.
  8. Honig ernten
  9. Bevor sich Imker an die überschüssigen Wintervorräte der Bienen machen, müssen jedoch zuerst die Bienen von den Waben gebürstet werden. Dies sollte sanft geschehen, damit keines der Tiere verletzt wird. Mithilfe einer Entdecklungsgabel kommt man danach einfach zum Honig.
  10. Ab in die Honigschleudermaschine
    Sobald die Wachsschicht von den Waben getrennt wurde, kommen insgesamt vier Waben gleichzeitig in die sogenannte Honigschleudermaschine. Damit diese dabei nicht kaputtgehen, sollte man sie äußerst vorsichtig behandeln. Bei einer Wabe kann so, je nach Produktion, mit einem Ertrag von etwa anderthalb Kilo gerechnet werden.
  11. Sieben oder Extrahieren
  12. Viele Imker verzichten gerne darauf, ihrem Honig gewisse Bestandteile zu entziehen, indem sie ihn nur sieben. So bleiben alle natürlichen Bestandteile enthalten und es entsteht ein reines Naturprodukt.

1 Comment

  • Honig in der Geschichte – Honighub
    2 Jahren ago Reply

    […] anderen Kulturen wird der Honig auch als die Speise der Götter angesehen. Ein passender Begriff, wenn man bedenkt wie mühsam es war an ihn heran zu kommen. Der Wert des […]

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