Wie ungesund ist Honig?

Honig – Superfood, oder Mogelpackung?

Honig ist eines der ältesten bekannten Lebensmittel. Bereits im alten Rom und bei den Ägyptern war Honig weit verbreitet. Schon damals wurden ihm zahlreiche medizinische Wirkungen nachgesagt. Honig soll das Immunsystem stärken, den Körper mit Energie versorgen und, bei äußerlicher Anwendung, die Wundheilung deutlich verbessern. Andere Stimmen sehen das Ganze wiederum deutlich kritischer. Denn Honig enthält große Mengen an Zucker und fördert Karies in nicht unwesentlicher Weise. Doch was genau stimmt denn nun. Ist Honig ein bewährtes Superfood, oder doch nur eine überschätzte Mogelpackung?
Das möchten wir für dich im Folgenden genau betrachten.

Inhaltsstoffe von Honig

Vor einer genaueren Betrachtung müssen wir überhaupt erst einmal wissen, was alles im Honig an Inhaltsstoffen steckt. Der reine Bienenhonig ist ein extrem natürliches Produkt, welches keinerlei Fett, Cholesterin oder Purine enthält. Allerdings sind Proteine und Ballaststoffe ebenso Mangelware. Dafür enthält Honig jedoch auch noch rund 320 Kalorien pro 100g, welche aus den 80% Zucker stammen, die Honig enthält. Nicht gerade optimal für die schlanke Linie, zumal dein Appetit durch den Honig auch noch weiter angeregt wird. Die Bildung von Karies wird durch den hohen Zuckeranteil natürlich auch unterstützt. Durch die klebrige Konsistenz bleibt der Honig sogar noch länger an den Zähnen haften, wodurch der Effekt weiter verstärkt wird.
Bisher sieht es für den Honig leider nicht besonders gut aus. Jedoch verfügt Honig auch über viele positive Eigenschaften. Die enthaltenen Antioxidantien stärken den Körper und können das Risiko zahlreicher Erkrankungen teilweise deutlich mildern.

Antioxidantien und ihre Wirkung

Frischer und nicht unnötig bearbeiteter Honig enthält gleich eine ganze Reihe an wichtigen und sehr gesunden Antioxidantien. So zum Beispiel Phenole, Flavonoide, organische Säuren und weitere natürliche Enzyme. Durch diese Kombination an Wirkstoffen wird der Honig wieder deutlich interessanter für dich. Denn die Antioxidantien können das Risiko senken, dass Du einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erleidest. Zudem wird deine Sehkraft gestärkt. Eine weitere Wirkung der Antioxidantien ist das Senken des Blutdrucks und das gleichzeitige Weiten der Arterien. Dadurch kann das Blut deutlich besser zum Herzen fließen und das Risiko von Blutgerinnseln wird verringert. Allerdings sind diese Wirkungen medizinisch zwar belegbar, aber noch nicht zweifelsfrei durch Langzeitstudien bestätigt.

Honig bei Diabetes?

Honig hat in einigen Studien bereits gezeigt, dass er eine positive Wirkung auf Patienten mit Diabetes hat. Denn die im Honig enthaltenen Stoffe stärken nicht nur dein Herz, sondern wirken sich auch noch günstig auf deinen Cholesterinspiegel aus. Denn Honig vermag es, den Wert des schlechten LDL zu verringern und gleichzeitig das gute HDL zu erhöhen.
Allerdings ist Honig für Diabetiker dennoch weiterhin mit Vorsicht zu genießen, da auch er den Blutzuckerspiegel steigen lässt. Weniger zwar wie „normaler“ Zucker, aber dennoch deutlich messbar.

Honig für eine bessere Wundheilung?

Die äußerliche Anwendung von Honig ist Dir eventuell noch nicht so bekannt. Jedoch ist diese beinahe noch beeindruckender las die Innere. Denn Honig hat bekanntermaßen eine antibakterielle und anti entzündliche Wirkung. Zahlreiche Studien können dies inzwischen auch wissenschaftlich eindrucksvoll nachweisen. Gerade bei Verbrennungen bis Grad 2 und Entzündungen nach einer Operation wirkt Honig demnach besser als herkömmliche Mittel. Auch bei Schuppenflechte, Herpes und Hämorrhoiden hilft Honig. Besonders beeindruckend aber ist, dass diabetische Fußgeschwüre in 97% der Fälle erfolgreich geheilt werden konnten. Diese Geschwüre können bis zu einer Amputation führen und wurden durch Honig geheilt!

Honig bei Erkältungen und Husten

Honig ist nicht nur ein leckerer Süßstoff für den Tee, sondern kann dir bei einer Erkältung oder Husten eine deutliche Besserung verschaffen. Denn Honig ist ein absoluter Virenkiller und stärt darüber hinaus auch dein Immunsystem. Allerdings solltest du deinen Tee vorher gut abkühlen lassen, da die positiven Eigenschaften bereits ab 40 Grad ihre Wirkung verlieren.
Babys sollten gänzlich auf Honig verzichten, da es ein rein natürliches Produkt ist, welches auch einige Keime enthalten kann. Ab ca einem Jahr kann unser Körper damit umgehen und ab dann kann Honig genossen werden.

Fazit

Honig gilt als ein absolutes Wundermittel und ist seit Generationen ein fester Bestandteil unseres Lebens. Die hohe Zahl an Kalorien und die Förderung von Karies sollten zwar im Blick sein, aber die positiven Eigenschaften nicht in den Schatten drängen. Honig bietet dir viele tolle Anwendungen, wie Du auf rein natürliche Weise deinen Körper stärken und gegen Krankheiten schützen kannst. Wie alles im Leben sollte Honig natürlich auch nur in gesunden Mengen verzehrt werden, dann aber darf er auch getrost genossen werden. Die WIrkung bei Wunden ist aber das vermutlich Beeindruckendste, was uns der Honig bieten kann. Modernste Antibiotika mit unzähligen Nebenwirkungen erzielen schlechtere oder gar keine Erfolge. Somit ist Honig wohl doch ein kleines und sehr leckeres Wunder der Natur!

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