Welche Honigsorten gibt es?

Honig unterscheidet sich nicht nur in seinen Sorten, sondern auch innerhalb dieser selbst. Somit ist jede Honigsorte, oder gar jede Ernte an sich einzigartig. Das liegt unter anderem daran, dass der Blütennektar im nächsten Jahr nicht exakt wie in diesem Jahr schmecken wird. Aber auch die Umgebung, die Größe des Bienenvolks und das Wetter spielen eine Rolle bei dem Geschmack des fertigen Honigs. Das gilt jedoch nicht nur für den bekannten Blüten-, sondern auch den Waldhonig. 

Honig: Flüssig oder doch lieber fest?

Die Konsistenz von Honig hängt vor allem von der Zusammensetzung des natürlichen Zuckers ab. Umso mehr Fruchtzucker (Fruktose) er enthält, umso länger bleibt er in Folge dessen flüssig. Ist hingegen mehr Traubenzucker (Glukose) enthalten, so kristallisiert er schon früher nach der Ernte aus.

Blütenhonig scheint dabei in seiner Konsistenz am Vielfältigsten zu sein. Von flüssig, schnell kristallisierend, über cremig und geleeartig bis hin zu streichfest kann er jede Konsistenz besitzen. Honig, welcher hingegen aus Honigtau hergestellt wird, ist oft zähflüssig und kristallisiert langsamer.

Die großen Unterschiede beim Honig

Durch ihren Ursprung unterscheiden sich Honigsorten, jedoch wird auch zwischen Blüten- und Honigtauhonig unterteilt. Beim Blütenhonig handelt es sich um einen Oberbegriff für sämtliche Honigsorten, die aus Blütennektar gewonnen wurden. Honigtauhonig hingegen wird auch als Synonym für den wohl weiter verbreiteten Begriff Waldhonig verwendet. Im Vergleich zu Blütenhonig besitzt er eine eher dunklere Farbe und kristallisiert erst spät aus. Unter Waldhonig wird dann weiter unterteilt in die verschiedenen Sorten wie Fichten-, Tannen- oder etwa Edelkastanienhonig.

Die Klassifizierung der Honigsorten

Laut der Honigverordnung darf ein Honig nur dann als Sortenhonig (Rapshonig, Fichtenhonig…) bezeichnet werden, wenn er ganz oder überwiegend als Nektarquelle der genannten Pflanze gedient hat. Da sich Bienen allerdings nicht vorschreiben lassen, welchen Nektar sie anfliegen, kann dies schon einmal knifflig werden. Im Normalfall kann ein Honig jedoch Blütenhonig genannt werden, wenn der Bienenstock inmitten einer bunten Blumenwiese stand. Sehr wahrscheinlich haben die Bienen nur oder zumindest überwiegend diese als Nektarquelle genutzt. Das gleiche gilt auch für ein Rapsfeld bei Rapshonig und so weiter.

Wie unterscheide ich zwischen Honigsorten?

Als Imker besteht die Möglichkeit, den eigenen Honig in ein Labor einzuschicken. So kann auch ein  Blütenhonig (welcher ausschließlich als Oberbegriff dient) leicht als zum Beispiel ein Kornblumenhonig identifiziert werden. Durch eine sogenannte Pollenanalyse wird anhand eines Pollenabbildes genau festgestellt, um welchen Sortenhonig es sich handelt.

Für jeden Geschmack etwas dabei!

Egal ob lieblich-mild, süß oder kräftig – Honig bietet eine Artenvielfalt wie kaum ein anderes Lebensmittel. Schleckermäulchen kommen dabei besonders bei Sorten wie Akazien- oder Alpenrosenhonig voll auf ihre Kosten, während nicht ganz so große Zuckerfans eher mal zum herberen Waldhonig greifen.

1 Comment

  • Wie wird Honig gewonnen? | Honighub
    2 Jahren ago Reply

    […] ist allseits bekannt. Auch, dass Honig aus Nektar gewonnen wird – Der komplette Weg von der Blumenwiese bis in den Handel ist für viele Menschen jedoch unvorstellbar. Für ein einziges 500 Gramm Glas […]

Leave a Comment

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Start typing and press Enter to search