Welche Art von Zucker ist in Honig?

Auf das Frühstücksbrot gestrichen, in die heiße Milch gegeben oder den Kuchen veredelt ¬ Honig ist ein Alleskönner, um zu süßen, verfeinern und genießen. Doch was uns den Mund versüßt, enthält auch Zucker; und warnt der Zahnarzt nicht mit erhobenem Bohrer davor? Hier erfährst Du, welcher Zucker im Honig steckt und wie viel davon; und ob Honig gesünder ist als Zucker?

Welche Zucker sind im Honig?

Die Zuckersuche beginnt bereits im Pflanzennektar, den die Biene sammelt und in den Bienenstock bringt ¬ denn auch im Nektar ist Zucker: vor allem Saccharose (Rohrzucker) und weniger Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Der Saugrüssel der Biene nimmt nun den Nektar auf und leitet ihn in den Honigmagen. Dort mischen ihn Futtersaftdrüsen Enzyme bei, die ihn aufspalten. So wird aus der langkettigen Saccharose ebenso Glukose und Fruktose.

Den Honig süß macht also vor allem Glukose und Fruktose. Diese sind wie Ringe aufgebaut: Es verbinden sich sechs Kohlenstoff-Atome, sechs Sauerstoff-Atome und zwölf Wasserstoff-Atome ¬ so entstehen Einfachzucker. Die Mischung macht’s und ob Fruktose oder Glukose entsteht, bestimmt die Anordnung der Bestandteile. Dennoch sind dies nicht alle Varianten des Süße-Spektrums: Auch im Honig sind Zwei- und Dreifachzucker wie Maltose oder Saccharose. Diese bestehen aus mehreren Zucker-Ringen; fallen aber im Honig kaum ins Gewicht.

Wie viel Zucker ist im Honig?

Wie viel Zucker im Honig ist, bestimmt die Deutsche Honigverordnung: Maximal 20 % Wasser sind erlaubt, der Rest ist Zucker. Nur in Heidehonig sind 23 % Wasser erlaubt; das macht ihn auch flüssiger. Nun bestimmt aber die Sorte, ob im Honig die Fruktose überwiegt oder die Glukose. Folgendes ist möglich:

  • Glukose: zwischen 22 und 41 Prozent.
  • Fruktose: zwischen 27 und 44 Prozent.

Ist Honig gesünder als Zucker?

Nun die leidliche Frage: Ist Honig genauso schädlich wie normaler Haushaltszucker? Oder kannst Du ihn unbedenklich genießen? Die kurze Antwort ist: Auch Honig ist ein Genussmittel und sollte nur in Maßen genossen werden; in großen Mengen ist er gesundheitsschädlich. Trotzdem hat er einiges voraus vor dem schädlichen Haushaltszucker. Zum einen hat er weniger Kalorien: In hundert Gramm Zucker sind rund 380 Kalorien; in Honig dagegen 304. Zum anderen ist Honig süßer als Zucker, weil er mehr Fruchtzucker enthält ¬ so sparst Du beim Süßen ebenso Kalorien.

Doch im Gegensatz zu Zucker enthält Honig auch Mineralien und Vitamine. So: Kalium und Magnesium und Vitamin C, B1 und B2 ¬ doch leider nur in geringen Mengen. Dennoch ist Honig ein beliebtes Hausmittel und hilft bei Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Schließlich sind im Honig auch Antioxidantien; diesen wird nachgesagt, dass sie eine vorbeugende Wirkung hätten gegen Herz-Kreis-Lauf-Erkrankungen und Krebs. Dennoch entscheidet die Qualität, wie gesund Honig ist. Einem Honig jedoch von hoher Güte, dem kommt Haushaltszucker nicht hinterher.

1 Comment

  • Ist Honig gut für Diabetiker? - Honighub
    2 Jahren ago Reply

    […] dem Typ-1-Diabetiker das lebensnotwendige Insulin, ist die zelluläre Verarbeitung von Zucker eingeschränkt. Infolge dessen kommt es zu einer Regulationsstörung, die Mediziner als […]

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