Wann ist zu viel Honig, wirklich zu viel?

Wer weiß, woraus Honig besteht, kann sich wahrscheinlich denken, warum er besser nur in Maßen verzehrt werden sollte. 

Mit rund 80 Prozent Zuckeranteil ist selbst hochwertiger Honig somit keine Leckerei für jeden Tag. Im Vergleich zu Zucker kann er zwar mit rund 100 Kalorien weniger Kalorien auf 100 Gramm punkten, jedoch sollte nicht vergessen werden, dass es sich um ein Genussmittel handelt.

Mal einen Tee süßen oder eine Honig-Senfsoße anrühren ist dabei nicht das Problem, sondern der tägliche Verzehr. 

Honig vs. Zucker

Bis heute hält sich der halbwahre Mythos „Honig ist gesünder als herkömmlicher, weißer Zucker“. Und auch wenn dies bedingt stimmt, so sollte man nicht zu verschwenderisch mit dem flüssigen Gold umgehen. Auch wenn ihm nachgesagt wird, er sei ein wahres Wundermittel, sollte man nicht seinen großen Zuckeranteil unterschätzen. 

Oft bewegt sich der tatsächliche Vitamin- und Nährstoffanteil nur im 3-4 prozentigen Bereich. Somit ist die Aussage „Honig enthält viele Vitamine“ schlichtweg falsch. Nichtsdestotrotz zeigen langjährige Studien, dass Honig auch positive Eigenschaften mit sich bringt und gesundheitsfördernd wirken kann.

Anstatt Zucker Honig im Rezept verwenden 

Besonders wer nach Rezept kocht, steht oft vor dem Dilemma, dass er eine Zutat austauschen will. Besonders bei Zuckeralternativen ist das Verhältnis schließlich auch nicht immer eins zu eins. Will man zum Beispiel in einem Rezept 100 Gramm Zucker durch Honig ersetzen, so sollte man das Wasserverhältnis minimal verändern, da Honig flüssig ist im Vergleich zu Zucker. Zudem reichen auch 80 Gramm Honig als Ersatz vollkommen aus. Wer es gerne süß mag, sollte vor allem zu hellen Honigsorten* greifen, da diese von Natur aus süßer und weniger kräftig sind.

*Verlinkung zum Artikel „Honigsorten“

Wie viel Honig darf man am Tag essen?

Pauschal lässt sich diese Aussage natürlich nicht treffen, jedoch sollte Zucker oder Alternativen wie Honig nicht löffelweise auf dem täglichen Speiseplan stehen. Sein großer Zuckeranteil schadet genau wie normaler Zucker dem Zahnschmelz und kann kariesfördernd wirken. In normalen Mengen kann Honig jedoch unbedenklich verzehrt werden. Zum Backen sollte Honig allerdings nicht verwendet werden, da er ab 40 Grad anfängt, seine Nährstoffe zu verlieren. Besser eignet er sich hingegen für Tees, Smoothies, Müslis und andere kalte Speisen.

Honig als Medizin

Durch seine spezielle Zusammensetzung verfügt Honig über die Fähigkeit, medizinisch eingesetzt werden zu können. Besonders Manuka-Honig aus Kanada wird eine stark antibakterielle Wirkung nachgesagt, weshalb er auch gerne über Online-Shops nach Deutschland versandt wird.

Neben Wunden und Reizungen können auch chronische Beschwerden natürlich behandelt werden, was gerade bestimmte Honigsorten als pflanzliche Heilmittel immer beliebter macht. 

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