Wann ist Honig gesund?

Honig wird als gesundes Süßungsmittel der Natur gesehen und steht ganz oben auf der Liste der natürlichen alternativen Heilmittel. Aber kann man Honig ausnahmslos als gesund bezeichnen? Um diesen Fakt zu beurteilen, muss man sich allerdings genauer mit den Inhaltsstoffen von Honig auseinandersetzen. Wir sehen uns den Honig ausführlicher an und klären Irrtümer auf.

Eines ist sicher – Honig ist süß. Pappsüß sogar und das kommt natürlich nicht von ungefähr. Das Bienenerzeugnis besteht zu einem großen Teil aus Traubenzucker und Fruchtzucker. Je nach Sorte macht das rund 80 Prozent aus. Der Rest ist lediglich Wasser. Honig ist also beinahe purer Zucker. Vor allem die Zähne leiden darunter, wenn man die natürliche Süßigkeit zu häufig und in zu großen Mengen konsumiert. Der klebrige Honig pappt an den Zähnen und fördert somit die Bildung von Karies. Um dem entgegen zu wirken sollte man Honig nicht gerade pur löffeln und auf gründliche Mundhygiene achten. 

Aber was ist mit den restlichen Punkten? Neben dem hohen Zuckergehalt enthält Honig viele wertvolle Antioxidantien, die sich in Kombination positiv auf den Körper auswirken. Reiner Honig ohne künstliche Zusätze kann das Risiko eines Schlaganfalls verringern und stärkt das Herz. Außerdem senkt Honig den Blutdruck in gewissem Maße und hat eine positive Auswirkung auf den Cholesterinspiegel des Menschen. Bei gewissen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes kann man mit Honig also pro forma schon etwas für seine Gesundheit tun. Natürlich am besten immer in Absprache mit einem Arzt. Von Selbstversuchen sei auf jeden Fall abzuraten, denn die Menge macht noch immer einen entscheidenden Unterschied – und diese sollte je nach Fall individuell angepasst werden. Besonders Diabetiker sollten Honig nur in geringen Maßen genießen. 

Honig kann in vielen Fällen als gesünderer Zuckerersatz verwendet werden. Beim Kochen und Backen ist das flüssige Gold schnell verwendet, lässt sich einfach dosieren und gibt den Gerichten noch dazu eine besondere Geschmacksnote. 

Honig ist aber nicht nur gesund, wenn er verzehrt wird. Auch in der äußerlichen Anwendung punktet er auf ganzer Linie. Vor allem Wunden heilen mit reinem und frischen Blütenhonig vom Imker oft besser als mit so manch einer Salbe. Honig beugt Husten vor und auf der Haut angewandt kann er bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Akne lindernd wirken und die Heilung fördern. 

Der wichtigste Aspekt um von den gesunden Vorzügen des Honigs zu profitieren ist die Qualität. Der Honig direkt vom Imker hat immer einen anderen Standard als der Mischhonig aus dem Regal des Supermarktes. Hier muss ein gewisser Anspruch bestehen, ob man einfach nur ein alternatives Süßungsmittel sucht oder tatsächlich gesundheitlich profitieren möchte. Honig ist ein uraltes Heilmittel und sollte eine gewisse Beachtung in diesem Sinne erhalten. Schließlich weiß die Natur zu gut, was ihren Bewohnern gut tut. 

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