Minikredite als Alternative – Finanzierungen bis 1.000 Euro

Am Finanzierungsmarkt gibt es einige Alternativen, die Privatkunden die Möglichkeit bieten, bestimmte Ausgaben zu finanzieren. Am bekanntesten sind sicherlich der Immobilienkredit, der Ratenkredit sowie der Dispositionskredit. Manchmal haben Kunden allerdings einen geringeren Finanzierungsbedarf, sodass der Ratenkredit nicht infrage kommt. Dann steht insbesondere seit einigen Jahren mit dem Minikredit eine Alternative zur Verfügung.

Welche Standarddarlehen bieten Banken an?

Die meisten Verbraucher kommen mit den Standarddarlehen, die von Kreditinstituten heutzutage angeboten werden, sehr gut zurecht. In über 80 Prozent aller Finanzierungsvorhaben sind diese Standardkredite die richtige Lösung. Es sind vor allem die folgenden drei Darlehensvarianten, die von den meisten Banken standardmäßig angeboten werden, die grundsätzlich im Finanzierungsbereichen aktiv sind:

  • Dispositionskredit
  • Ratenkredit
  • Immobiliendarlehen

Darüber hinaus bieten viele Kreditinstitute noch speziellere Darlehensvarianten an, wie zum Beispiel den Rahmenkredit, Existenzgründungsdarlehen oder auch Kredite für Auszubildende. Am häufigsten genutzt wird definitiv der Ratenkredit, der dafür gedacht ist, Konsumausgaben zu finanzieren. Ein mögliches Problem besteht beim Ratenkredit allerdings darin, dass dieser für gewöhnlich erst ab einer Darlehenssumme von mindestens 2.500 Euro vergeben wird. 

Wer jedoch beispielsweise nur wenige Hundert Euro an Finanzierungsbedarf hat, um zum Beispiel den Kauf eines neuen Smartphones zu finanzieren, der muss auf den Dispositionskredit zurückgreifen. Dieser ist allerdings nicht nur relativ teuer, sondern nicht selten bereits ausgeschöpft. Insbesondere in solchen Fällen bietet sich der Minikredit als mögliche Alternative an.

Was ist der Minikredit?

Ratenkredite, Dispositionskredite und Immobiliendarlehen finden Sie bei gewöhnlichen Banken. Bei den Minikrediten verhält es sich etwas anders, denn diese werden von speziellen Anbietern zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei zum Beispiel um die folgenden Unternehmen:

  • Cashpresso
  • Cashper
  • Vexcash

Minikredite werden also nicht von Ihrer Hausbank zur Verfügung gestellt, sondern von spezialisierten Kreditgebern, die ausschließlich im Internet tätig sind. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Minikredit und einem gewöhnlichen Ratenkredit besteht darin, dass die Darlehenssumme beim Minikredit wesentlich geringer ist. Der mögliche Darlehensbetrag beginnt meistens schon bei 100 Euro, endet auf der anderen Seite aber auch in aller Regel bei 500 oder 1.000 Euro. Darüber hinaus funktioniert der Minikredit genauso wie ein klassischer Ratenkredit, er muss also im Zuge der Rate, die aus einem Zins- und Tilgungsanteil besteht, an den Kreditgeber zurückgezahlt werden.

Welche Konditionen weisen Minikredite für gewöhnlich auf?

Bei Minikrediten gibt es einige Konditionen, die Sie auch beim Vergleich der Angebote beachten sollten. Aktuell existieren ungefähr zehn spezialisierte Anbieter, die einen Minikredit zur Verfügung stellen. Wenn Sie sich diese Spezialanbieter einmal näher betrachten, dann werden Sie sich relativ schnell mit den Konditionen der Minikredite vertraut machen. Diese lassen sich wie folgt im Durchschnitt zusammenfassen:

  • Kreditsumme: 100 bis 1.000 Euro
  • Laufzeit: 30 bis 60 Tage
  • Zinssatz: 8,9 bis 13,9 Prozent
  • Kostenpflichtige Zusatzoptionen

Wenn wir uns einmal den Zinssatz als Kostenfaktor betrachten, dann bewegt sich dieser beim Minikredit im Moment durchschnittlich auf dem Niveau der Dispozinsen. Allerdings fallen die Zinsen beim Minikredit deutlich weniger ins Gewicht als beim Dispositionskredit, denn für gewöhnlich müssen Sie Minikredite innerhalb einer Laufzeit von maximal 60 Tagen zurückzahlen. Falls Sie also beispielsweise 1.000 Euro zu einem Zinssatz von 11 Prozent aufnehmen, müssten Sie auf das Jahr gerechnet lediglich Zinsen in Höhe von etwa 18 Euro bezahlen. 

Interessant sind beim Minikredit als Besonderheit kostenpflichtige Zusatzoptionen, die es so oder ähnlich im Grunde bei fast jedem Minikredit-Anbieter gibt. Mit diesen kostenpflichtigen Optionen möchten wir uns im Folgenden etwas näher beschäftigen, da sie durchaus eine Besonderheit der Minikredite darstellen und natürlich zusätzliche Kosten verursachen können.

Welche kostenpflichtigen Zusatzoptionen gibt es bei Minikrediten?

Dass die meisten Minikredit-Anbieter kostenpflichtige Zusatzoptionen anbieten, lässt sich vor allem darauf zurückzuführen, dass allein mit dem Zinssatz aufgrund der bereits angesprochenen kurze Laufzeiten nicht viel Geld zu verdienen ist. Die kostenpflichtigen Zusatzoptionen muss der Kunde natürlich nicht in Anspruch nehmen, allerdings sind sie oftmals recht verführerisch. Dies liegt daran, dass es sich im Vergleich zum Standardangebot des jeweiligen Minikredites durchaus um verbesserte Leistungen handelt. Je nachdem, welchen Minikredit-Anbieter wir uns betrachten, werden insbesondere die folgenden kostenpflichtigen Zusatzoptionen offeriert:

  1. Sofortzusage
  2. Schnelle Auszahlung des Kredites
  3. Mehr-Raten-Option
  4. Erhöhte maximale Darlehenssumme

Diese Zusatzoptionen möchten wir im Folgenden etwas näher erläutern.

Sofortzusage: Entscheidung binnen weniger Minuten

Vielen Kreditnehmern ist es wichtig, dass ihnen die beantragte Darlehenssumme möglichst schnell zur Verfügung gestellt wird bzw. sie zumindest sehr zeitig nach Beantragung des Kredites eine Entscheidung mitgeteilt bekommen, ob das Darlehen genehmigt wird oder nicht. Bei Minikrediten kann es mitunter beim gewöhnlichen Ablauf einige Zeit dauern, bis Sie eine Zusage bzw. Kreditentscheidung erhalten. 

Möchten Sie diesen Vorgang beschleunigen, so bieten manche Spezialanbieter die kostenpflichtige Zusatzoptionen Sofortzusage an. In diesem Fall dauert es nicht Stunden oder gar Tage, bis Ihnen die Kreditentscheidung mitgeteilt wird, sondern in der Regel nur wenige Minuten. Diese kostenpflichtige Sonderoption kann daher dann sinnvoll sein, wenn Sie kurzfristigen Finanzierungsbedarf haben, weil Sie beispielsweise im Handel ein Sonderangebot nutzen möchten. Allerdings schlägt diese Zusatzoption nicht selten mit Kosten zwischen 50 und 90 Euro zu Buche.

Mehr-Raten-Option: Kreditlaufzeit etwas flexibler gestalten

Eine weitere kostenpflichtige Zusatzoption, die Sie so ebenfalls bei vielen Minikredit-Anbietern finden, nennt sich Mehr-Raten-Option. Wie wir bereits erwähnt haben, müssen Sie den Minikredit für gewöhnlich innerhalb von 30 bis 60 Tagen zurückzahlen. Trotz der recht geringen Darlehenssummen ist dieser Zeitraum für manche Kreditnehmer einfach zu kurz. Aus diesem Grund wird häufiger die sogenannten Mehr-Raten-Option angeboten. Diese beinhaltet, dass die Laufzeit des Kredites beispielsweise auf 90 oder 120 Tage verlängert wird. Sie haben dann mehr Zeit, den aufgenommen Kreditbetrag wieder zurückzuzahlen.

Schnellere Abwicklung als weitere Zusatzoption

Die Schnelligkeit ist definitiv ein Hauptfaktor, warum einige kostenpflichtige Zusatzoptionen angeboten werden. Viele Kreditnehmer wünschen sich einfach eine möglichst schnelle Bearbeitung und das ihre Darlehenssumme innerhalb einer kurzen Zeit auf dem Konto ist. Manchmal nimmt die gesamte Abwicklung, also die Bearbeitung des Antrages bis zur Auszahlung der Darlehenssumme, bei den Minikredit-Anbietern mehr als eine Woche oder sogar über 14 Tage in Anspruch. Wer diesen Vorgang beschleunigen möchte, der kann mitunter die kostenpflichtige Zusatzoption nutzen, die sich auf die deutlich verkürzt Bearbeitungszeit bezieht. Die Kosten liegen allerdings auch hier nicht selten im Bereich zwischen 50 und 90 Euro.

Insgesamt lässt sich zu den kostenpflichtigen Zusatzoptionen feststellen, dass diese natürlich nicht zwingend in Anspruch genommen werden müssen. Insbesondere Kreditnehmer, denen die schnelle Auszahlung des Darlehensbetrages wichtig ist und die bezüglich der Rückzahlung etwas flexibler sein möchten, kommen allerdings meistens nicht um eine der Optionen herum.

Fazit zum Minikredit: flexibel Alternative vor allem zum Dispo 

In erster Linie stellt der Minikredit eine Alternative zum Dispokredit dar. Finanzierungsbedarf bis 1.000 Euro können Sie nämlich für gewöhnlich auch über Ihren Kreditrahmen abdecken, der auf dem Girokonto zur Verfügung gestellt ist. Allerdings haben nicht wenige Kunden den Dispo-Rahmen bereits ausgeschöpft oder aus verschiedenen Gründen überhaupt keine Kreditlinie auf dem Girokonto. 

Das kann zum Beispiel aufgrund einer schlechten Bonität der Fall sein, insbesondere wegen eines negativen Schufa-Eintrages. Ein solch negativer Eintrag ist übrigens nicht zwingend ein Hindernis, einen Minikredit zu erhalten. Daher handelt es sich in nicht wenigen Fällen beim Minikredit tatsächlich um eine praktikable Alternative zum Dispositionskredit.

Leave a Comment

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Start typing and press Enter to search