Ist Honig wirklich so gesund?

Gold, süß und lecker – Honig schafft es als Allheilmittel in viele deutsche Haushalte und besticht mit cremig bis flüssiger Konsistenz und gutem Gewissen. Doch was ist wirklich dran an dem Mythos „Honig ist gesünder als Zucker“?

Nice-to-Know: Als natürliches Lebensmittel ist Honig im Übrigen von Natur aus fettfrei und enthält weder Cholesterin noch Purinen. Auch Ballaststoffe und Proteine finden sich nicht in den Zutaten wieder.

Honig als Zuckeralternative – Macht das Sinn?

Mit über 240 gesunden Inhaltsstoffen können hochwertige Honigsorten zwar punkten, jedoch bestehen sie auch diese zu 80% aus Zucker. Dieser setzt sich im Durchschnitt aus 38 Prozent Fructose, 31 Prozent Glucose und 10 Prozent Mehrfachzucker zusammen. Das Verhältnis variiert jedoch je nach Sorte, was sich bei der Konsistenz bemerkbar macht.

Neben zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Amino- und organischen Säuren sowie sekundären Pflanzenstoffen bleibt am Ende nur noch ein Wasseranteil von durchschnittlich 17 Prozent.

Durch diese Zusammensetzung kommt der Honig zwar besser als der allseits bekannte Industriezucker weg, ist jedoch nicht zwingend auch als Wundermittel zu verstehen. 

Honig ist gesund – Antioxidantien sei Dank!

Neben seinen zahlreichen Nährstoffen enthält Honig aber noch einen weiteren Inhaltsstoff – Antioxidantien!

Durch diese senkt er nicht nur das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkten sowie vereinzelter Krebserkrankungen, sondern kann sich auch gleichzeitig positiv auf die Sehkraft auswirken.

Weitere Vorteile von Antioxidantien:

  • Sie erweitern die Arterien,
  • beugen Blutgerinnseln vor,
  • verstärken den Blutfluss zum Herzen,
  • verringern das Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden,
  • senken den Blutdruck und
  • wirken sich positiv auf Herzerkrankungen aus.

Zucker vs. Honig

Mit 312 Kalorien auf 100g enthält Honig im Vergleich zu Zucker (405) ganze 93 weniger Kalorien.

Durch seine zusätzlichen Nährstoffe ist er allerdings nur minimal gesünder, da diese nur einen sehr geringen Anteil ausmachen.

Zudem verliert Honig bereits ab 40 Grad seine gesunden Eigenschaften, was ihn als Zuckerersatz beim Backen eher schlecht abschneiden lässt. 

Honig kann appetitanregend wirken

Auch wenn Honig als gute Alternative für Zucker in der Diätszene gesehen wird, so ist er leider kein Schlankmacher. Durch den enthaltenen Fruchtzucker kann er sogar zusätzlich appetitanregend wirken, was gerade Menschen, die abnehmen wollen, sabotieren könnte. 

Fazit

In erster Linie ist Honig als Süßungs- und somit Genussmittel zu betrachten. Auch wenn er schmeckt, sollte er besser nur in Maßen verzehrt werden.

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