Unterstützt Honig die Leberfunktion oder schadet er der Leber sogar?

Honig, das flüssige Gold – Wie gesund ist Honig für die Leber?

Honig gilt nicht nur als „besserer“ und „gesünderer“ Ersatz für industriellen Zucker. Ihm werden auch antibakterielle und sogar heilende Kräfte zugeschrieben. Ein Teelöffel des flüssigen Goldes hilft beispielsweise, wenn es im Hals kratzt und sich eine Erkältung anbahnt. Im Tee sorgt er zudem nicht nur für eine angenehme Süße, sondern soll die Heilung der Erkältung fördern. Doch wie sieht eigentlich mit der Leber aus? Entfaltet der Honig auch dort seine Wirkung?

Welche Aufgabe hat die Leber?

Um eine Ahnung davon zu bekommen, ob und wie Honig auf dieses Organ wirkt, ist es wichtig, die Funktionsweise der Leber überhaupt zu kennen.

Die Leber ist das größte, innere Organ und lebensnotwendig. Ihre Arbeit besteht darin, beispielsweise Giftstoffe, aber auch Zucker, aus dem Blut herauszufiltern. Fette, Giftstoffe und genauso Stoffe, mit dem der Körper nichts anfangen kann, werden abgebaut und über den Verdauungstrakt ausgeschieden. Zucker hingegen wird gespeichert, bis zu 150 Gramm kann die Leber im Schnitt davon einlagern. Wird er vom Körper zur Energiegewinnung benötigt, gibt die Leber diese Reserve frei. Das spürt die Leber, wenn der Zuckergehalt im Blut sinkt und „füllt“ diesen praktisch aus ihrem eigenen Depot wieder auf.

Grob kann man also sagen, dass die Leber die Entgiftungsmaschine des Körpers ist, gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass Energiereserven in Form von Zucker angelegt werden und bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Honig für die Leber – Gut oder schlecht?

Genauso wie Zucker, der in anderer Form konsumiert wird, gelangt auch Honig in die Leber. Dort wird er ebenso umgewandelt und angelegt.

Ein wesentlicher Vorteil von Honig ist, dass er besser verdaulich ist. Das macht sich nach dem Sport oder nach anderer, körperlicher Anstrengung bemerkbar. Traubenzucker ist dafür bekannt, schnelle Energie zu liefern. Noch empfehlenswerter ist es allerdings, einen Teelöffel Honig zu essen, der Fruchtzucker (Glukose) liefert. Wer Honig nicht pur mag, kann ihn in Tee auflösen und trinken. Wichtig: der Honig sollte nur in warmer Flüssigkeit aufgelöst werden. Zu hohe Temperaturen zerstören die Enzyme.

Bei Schwächung des Körpers, etwa während oder nach einer Krankheit, gilt Honig ebenfalls als guter Energielieferant. Zur Genesung nach einer schweren Krankheit wird sogar oftmals empfohlen, regelmäßig Quark mit Honig in den Ernährungsplan aufzunehmen. Dieser Kombination wird eine besondere Unterstützung der Leberfunktion zugeschrieben. Der Honig liefert Cholin, der Quark Methionin, was beides dazu beiträgt, dass die Leber kein Fett ansetzt und in ihrer Funktion gestärkt wird. Eine Leber, die Fett angesetzt hat (Fettleber ist hier nur die Spitze des Eisberges), kann ihrer Tätigkeit nämlich nicht mehr in vollem Umfang nachkommen.

Honig stärkt von innen heraus

Der Honig unterstützt die Leber gleich in mehrerer Hinsicht: Er ist leicht für den Körper verwertbar, wird schnell in Energie umgewandelt und unterstützt durch seine Inhaltsstoffe die Funktion eines der wichtigsten Organe des Körpers.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das flüssige Gold der Bienen durchaus zur Gesundheit beiträgt. Weit über die genannten Eigenschaften hinaus unterstützt Honig noch das Herz-Kreislaufsystem und viele weitere Körperfunktionen. Auch in der Kosmetik spielt Honig immer wieder eine Rolle, etwa in Gesichtsmasken.

Wie bei vielen anderen Dingen gilt aber auch bei Honig: In Maßen ist gesünder als in Massen!

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