Honig ist nicht gleich Honig

Wie bei vielen Lebensmitteln existieren auch beim Honig verschiedene Arten. Diese unterscheiden sich vor allem darin, von welcher Pflanze der Honigtau gewonnen wurde. Bienen sind blütentreu,, das bedeutet, dass sie sich vorrangig einer Blütenart widmen, bis diese ausgeschöpft ist. So entstehen unterschiedliche Honigarten. Je nach Sorte hat der Honig einen ganz eigenen Geschmack. Auch die Konsistenz des Honigs weicht ab. Je fester er ist, umso geringer ist der Anteil an Wasser. Das wiederum ist ein aussagekräftiges Qualitätsmerkmal, genauso wie die Bildung von Kristallen. Das bedeutet also keinesfalls, dass der Honig verdorben ist! Man unterscheidet zwischen vielen verschiedenen Honigsorten. Die Wichtigsten sind hier aufgeführt.

Widmen wir uns als erstes dem sogenannten Blatthonig. Diese Honigsorte wird ausschließlich von Laubbäumen gewonnen. Am meisten entsteht Blatthonig aus dem Honigtau der Eiche oder des Ahornbaumes. 

Der Waldhonig dagegen entsteht aus dem Honigtau, der aus Nadelbäumen bezogen wird. Darunter zählen unter anderem die Fichte oder die Eibe. Der Honig der Eibe enthält selbstverständlich aber keine giftigen Substanzen. 

Tannenhonig ähnelt dem Waldhonig. Allerdings wird diese Sorte aus nur einem Baum gewonnen – der Weißtanne. Diese Honigsorte bleibt länger flüssig als die anderen Vertreter und hat auch eine eigene geschmackliche Note.

Außerdem gibt es noch den Sortenhonig. Das bedeutet, dass der Honig vorwiegend aus einer Pflanzenart bezogen wurde. So kann man unter anderem Rapshonig oder Lindenhoniog kaufen. Viele Sortenhonige sind natürlich Saisonbedingt. So blüht der Raps beispielsweise nicht das ganze Jahr über. 

Der Misch- bzw. Blütenhonig kann keine Pflanzenart zugeordnet werden. Er ist der Honig, den man in den gängigen Supermärkten am häufigsten kaufen kann. 

Dann gibt es noch den Scheibenhonig, etwas besonders exklusives. Warum? Der Honig bleibt bei dieser Art in der Wabe und wird mit dieser gekaut. Dabei fliest der Honig aus der Wabe, die man natürlich nicht verzehrt. Scheibenhonig ist hochpreisig, weil dafür die Bienenwaben zerstört werden, was den Neubau und damit einen enormen Aufwand bedeutet. 

Wenn man Sommertracht, Frühtracht oder Wiesenblütenhonig liest, handelt es sich meistens um Mischhonig, der einfach anders deklariert wurde. 

Es gibt also unterschiedlichste Arten aus verschiedenen Pflanzensorten. Hier wurden längst nicht alle genannt. Es gibt noch viele Unterarten, wie zum Beispiel den Manuka-Honig, der aus dem Manuka Baum gewonnen wird und der gesündeste Honig der Welt sein soll. Die Bienen bieten uns also ihre ganze Vielfalt dank ihrer Sortierung von Blüten und dem Honigtau, den sie daraus gewinnen. Ein wahres Erfolgssystem, das die Natur da geschaffen hat. 

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