Honig in der Geschichte

Der Honig ist eines der ältesten tierischen Erzeugnisse, die die Menschheit nutzt. Es gibt Hinweise darauf, dass bereits unsere Vorfahren in der Steinzeit auf das flüssige Gold der Natur aus waren. Damals betrieb man natürlich noch keine Imkerei. Die damaligen Steinzeitmenschen stahlen den Bienenhonig, raubten die Nester aus und flüchteten schnell. Der Honig machte also ein Teil der breiten Nahrungspalette des Menschen aus. Von der gezielten Gewinnung von Honig war man aber noch meilenweit entfernt. Die Sammler aus dieser Zeit nennt man heute Honigjäger – ein ganz passender Begriff, denn die Suche nach dem begehrten Gut glich einer Jagd in allen Zügen. Mit der Zeit wurden die Menschen immer raffinierter. Während die allerersten Honigjäger auf Bäume kletterten und die Stiche der wütenden Bewohner in Kauf nahmen, begann man schon bald die Bienen mithilfe von Rauch aus Ihren Nestern zu vertreiben. 

Von jeher an versuchten die Menschen weiter an den Honig zu kommen und wurden dabei immer kreativer. Erst im Mittelalter jedoch, entstand eine tatsächliche Bienenzucht. In geflochtenen Bienenkörben wurden die kleinen Brummer gehalten und transportiert. Jeder große Hof sollte über einen Imker verfügen. 

In anderen Kulturen wird der Honig auch als die Speise der Götter angesehen. Ein passender Begriff, wenn man bedenkt wie mühsam es war an ihn heran zu kommen. Der Wert des Honigs stieg und bald war er nur der reichen Oberschicht vorbehalten. Ein edler Tropfen. Im 16. Jahrhundert wurde Honig dann erstmals in einem Kochbuch erwähnt und für seine wohltuenden Eigenschaften gelobt. Und so verbreitete sich das Wissen, dass Honig nicht nur süß schmeckt, sondern sich auch positiv auf so manche Beschwerden auswirken kann. Das Geschäft um den Honig entwickelte sich weiter, bis sich die Imkerei weiter ausbreitete. Bis heute werden immer bessere Methoden entwickelt, um möglichst viel Honig zu produzieren. Der heutige Honig hat mit dem von damals in der Regel aber nur wenig zu tun. Inzwischen finden sich Inhaltsstoffe wie Stevia oder Zucker darin, um die Speise noch süßer zu gestalten. Auch den Zusammenhang von Honig aus unterschiedlichen Pflanzen und deren Geschmäcker fand man erst etwas später heraus. 

Heute ist der Honig in beinahe jeder normalen Küche zu finden. Die einen trinken Ihn im Tee, die anderen löffeln ihn pur. Und wer kennt nicht das klassische Honigbrot mit Butter? Aber auch medizinisch ist der Honig hoch im Kurs. So ist es vor allem der Manuka Honig, der für seine antibakteriellen Eigenschaften besonders geschätzt wird. Eines ist sicher: ohne die Bienen gäbe es den Allrounder Honig gar nicht. Deshalb ist es umso wichtiger diese wundersamen Insekten zu schützen, damit sie auch in Zukunft viel Honig produzieren und einen wesentlichen Beitrag zur Natur leisten können. 

Leave a Comment

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Start typing and press Enter to search