Das Handwerk des Imkers

Dass der Imker die Bienen hält und den Honig verkauft, wissen vermutlich schon die kleinsten Kinder. Dabei steckt noch einiges mehr hinter der Tätigkeit des Imkers und noch dazu trägt er einen großen Teil der Verantwortung für das Ökosystem das wir kennen. Schließlich bestäuben Bienen die Pflanzen, wodurch diese sich erst so zahlreich vermehren können. Ohne Bienen hätten wir auf der Erde ein wesentlichen Problem. Die Hauptaufgabe des Imkers ist es also, sich für den Erhalt der Insekten einzusetzen und die Bienenzucht voran zu treiben, auch wenn Bienen nur schwer gezielt gezüchtet werden können. Er kennt sich bestens mit der Haltung der Bienen aus und weiß, wie die Rasse sich am besten vermehren kann. Die Ernte des Honigs macht da schon einen kleineren Prozentsatz in der Gewichtung aus.

Damit die Bienen überhaupt Honig produzieren, benötigen sie eine ordentliche Behausung. Der Imker stellt die Bienenstöcke auf und siedelt die Tiere darin an. Es dauert, bis sich die Bienenwaben bilden, worin später der Honig gelagert werden kann. Moderne Bienenstöcke sind intelligent ausgereift und ermöglichen eine perfekte Anpassung der Bienenvölker. Klassischerweise trifft man Imker auf dem Lande an. Inzwischen gibt es aber auch in großen Städten genug geeignete Plätze, um die Honiggewinnung in die städtischen Gegenden zu verlegen. 

Neben dem Imker gibt es noch den Zeidler. Dieser sammelt den Honig von Wildbienen etwa in Wäldern und hat damit nur wenig mit dem herkömmlichen Imker zu tun. Der Imker ist ein Landwirt und produziert ein Lebensmittel, daher gibt es auch hier enge Kontrollen, um die Qualität des Honigs für den Verbraucher zu gewährleisten. 

Wer Imker werden will, kann eine Ausbildung zum Tierfachwirt mit dem Schwerpunkt Imkerei absolvieren. Die Arbeitszeit kann neben dem Vertrieb des Honigs recht frei eingeteilt werden, denn Bienen verlangen es nicht wie andere Nutztiere morgens gefüttert zu werden. Die gesamte Produktion läuft bei einem gut angelegten Bienenvolk fast von selbst, so dass der Imker nur noch den Honig entnehmen muss. Während des Umgangs mit den Bienen wird ein spezieller Anzug getragen, der vor schmerzhaften Stichen schützen soll. Denn diese können durchaus heftige allergische Reaktionen bei manchen Menschen auslösen. Werdende Imker machen daher vor Beginn ihrer Ausbildung einen Allergietest, um dies auszuschließen. 

Der Imker verkauft aber nicht nur den Honig, sondern auch andere bedeutende Erzeugnisse der Bienen. Bienengift wird etwa in der Medizin angewandt. Propolis ist ein besonders Produkt, das viele positive Eigenschaften besitzt. Bienenwachs wird zu Kosmetik oder Kerzen verarbeitet. Die Palette der Produkte für die Imkereierzeugnisse verwendet werden ist groß und es werden immer mehr Einsatzgebiete entdeckt. Imker ist für die meisten eine Lebensaufgabe und eine Mission. Quasi mehr Berufung als Beruf. Der wichtige Beitrag zur Natur ist ihnen im jeden Fall bewusst, auch wenn es auch unter den Imkern immer wieder schwarze Schafe gibt. Die meisten Imker sind sehr umsichtig mit ihren Tieren und wer einen in der Ortschaft hat sollte seinen Honig auf jeden Fall von dort beziehen. Den Unterschied schmeckt man! 

Leave a Comment

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Start typing and press Enter to search