Bayrischer Filmpreis – mit diesem Sieger hat keiner gerechnet

Corona bedingt wurde der alljährliche Bayrische Filmpreis im ganz kleinen Kreis verliehen.
Überraschungen gab es viele, aber besonders die neue Kategorie „Publikumsfilm des Jahrzehnts“
hatte nicht jeder auf dem Zettel. Die Konkurrenz war groß, da einige Publikumslieblinge dabei
waren, das Rennen machte aber ein anderer Film.


Der Provinzkrimi machte das Rennen

„Honig im Kopf“, „Fack Ju Göhte“, „Willkommen bei den Hartmanns“, „Vincent will Meer“ oder
„Leberkäsjunkie“ – das Publikum hatte die Auswahl unter fünf Top-Filmen und musste einen als den
besten Film des Jahrzehnts küren. Dass die Wahl auf „Leberkäsjunkie“ fiel, war eine große
Überraschung, waren doch die anderen Filme erfolgreich an den Kinokassen. 25.000 Zuschauer
haben abgestimmt und auf Platz zwei „Stromberg – der Film“ gewählt. Der dritte Platz ging mit
„Sauerkrautkoma“ wieder an einen Krimi mit dem beliebten Provinzpolizisten Franz Eberhofer,
gespielt von Sebastian Bezzel.

Warum ist der Krimi aus der Provinz so erfolgreich?

Robert Stadlhofer, der im Siegerfilm mitgespielt hat, ist weniger überrascht, dass die Eberhofer-
Krimis abgeräumt haben. In den Filmen wird ein liebevolles Bild der Provinz als Ort gezeichnet, an
dem man leben möchte, so Stadlhofer. Zudem gibt es jede Menge Freaks, viele lustige Momente und
auch an Spannung mangelt es nicht. Der perfekte Krimi eben, ganz ohne eine coole Hauptstadt und
allzu ernste Themen.

Wer bekam noch einen Preis?

Tobias Walker und Philipp Worm konnten sich für ihren Film „Schachnovelle“ über den hoch
dotierten Preis für die beste Produktion freuen. Der Preis für das beste Drehbuch teilen sich Marcus
H. Rosenmüller, Michael Bully Herbig und Ulrich Limmer für „Der Boandlkramer und die ewige
Liebe“, den letzten Film des 2020 verstorbenen Regisseurs Joseph Vilsmaier. Den Sonderpreis
bekamen „Die Känguru-Chroniken“. Bei den Schauspielern gewannen Nilam Farooq und Oliver
Masucci, und der Preis für die beste Regie ging an Julia von Heinz für ihren Film „Und morgen die
ganze Welt“. Beste Nachwuchsschauspielerin wurde Lena Urzendowsky und den Ehrenpreis erhielt
Martina Gedeck.

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